Hüsten

802 wurde Hüsten zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Damit ist Hüsten eine der ältesten Gemeinden in Westfalen. 1179 wurde die Pfarrei St. Petri Hüsten erstmals erwähnt (matria ecclesia = Mutterkirche). Zu ihr gehörten alle Dörfer der heutigen Stadt Arnsberg. Seit dem 13. Jahrhundert waren die Adeligen von Hüsten (später von Ketteler) und ihre Nachkommen Lehnsherren in Hüsten. Der Ort war im Wesentlichen agrarisch geprägt. Eine vorindustrielle gewerbliche Entwicklung wie etwa im benachbarten Sundern blieb aus. Dies änderte sich fundamental mit der Gründung (1839/1846) eines schwerindustriellen Unternehmens („Hüstner Gesellschaft“). 1839 wurde das Hüstener Walzwerk gegründet. Wohl keine andere größere Gemeinde im Bereich des heutigen Hochsauerlandkreises war bis zum Ende dieses Betriebes 1966 im positiven wie im negativen mit einem Unternehmen verbunden wie Hüsten mit der „Gewerkschaft“. 1870 begann der Bau des Karolinen-Hospitals und die Ruhrtalbahn nahm ihre Fahrt auf.

Die konjunkturelle Entwicklung des Unternehmens hatte erhebliche Auswirkungen für die Bevölkerungsentwicklung. In den Wachstumsphasen des Werkes führte das Arbeitsplatzangebot zu erheblichen Zuwanderungsprozessen und einer für das (kölnische) Sauerland überdurchschnittlichen Bevölkerungszunahme. Von 1871 bis 1911 stieg die Bevölkerung von bescheidenen 1578 auf 6609 Einwohner an (+ 318 Prozent). Zwischen 1870 und 1895 lagen die Zuwachsraten im jährlichen Durchschnitt bei beachtlichen 4 Prozent. Umgekehrt lässt sich in wirtschaftlichen Krisenzeiten wie in den 1860er Jahren eine stagnierende oder gar sinkende Bevölkerungsentwicklung beobachten.


Sehenswürdigkeiten und Freizeitangebot

Pfarrkirche St. Petri

mit Turm aus dem 11. Jhd. Hüsten, das bis zur Gründung der neuen Stadt Arnsberg zusammen mit Neheim die Doppelstadt Neheim-Hüsten bildete, wird bereits in einer Urkunde aus dem Jahr 802 erwähnt und erscheint später als eine der zwölf Stammpfarreien des Sauerlandes. An diese Bedeutung als Kirchort erinnert noch heute die 1100 Jahre alte Hüstener Kirmes - ein Großereignis, das jedes Jahr im September Tausende Besucher anzieht.






Haus Hüsten 

an der Nordseite des Kirchplatzes hat vielen Adelsgeschlechtern als Burg- und Rittersitz gedient. Seine Bausubstanz geht bis in das 16. Jhd. zurück. Heute ist hier die Ausstellung der "Schützenbruderschaft unter dem hl. Geist von 1345" untergebracht.









Freizeitangebote


Hüsten befindet sich unmittelbar an dem Möhnesee (viele Freizeitangebote rund um den Wassersport),




Ruhrradtalweg direkt vor der Tür, Golfen und Minigolfen, geführte Wanderungen durch den Ort (Termine auf Anfrage).Freilichtbühne in Herdringen: Programm ´12 Rabatz im Zauberwald; My Fair Lady.



Großes Freizeitbad bequem zu Fuß zu erreichen, reges Vereinsleben mit Veranstaltungen wie z.B. Schützenfest, Karneval-, Musikveranstalltungen, Internationaler Käsemarkt und die größte Kirmes im Sauerland